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|  Checkliste Vorträge mit Folien oder Powerpoint  |

1.  Folienfetischisten
Viele Vortragende erschlagen Ihre Zuhörer mit unendlich vielen Folien,
bis denen vor Erschöpfung die Augen zufallen.
Folien bzw. Powerpoint dürfen höchstens zur Verdeutlichung von Sachverhalten
eingesetzt werden - und sie dürfen niemals vom Vortragenden abgelesen werden.
Besser Sie illustrieren Ihren Vortrag mit kleinen Geschichten oder Anekdoten
und wenn schon Folie, dann schwarz auf weißem Hintergrund und ohne Animationen.
2.  Fachwissen
Prüfen Sie vor jedem Vortrag, ob Sie für dieses Thema wirklich kompetent sind.
Fehlendes Hintergrundwissen registrieren Ihre Zuhörer auch an fehlender Begeisterung.
Teilweise fehlendes Wissen können Sie sich in der Vorbereitung des Vortrages aneignen.
Legen Sie auf jeden Falle einen Ordner im Format DIN A 4 an und sammeln Sie in diesem
alle für den Vortrag relevanten Informationen. Definieren Sie auf der ersten Seite Ihres
Ordners, was Sie mit dem Vortrag erreichen wollen und was er dem Zuhörer für einen
spezifischen Nutzen bringen soll. Definieren und gliedern Sie danach die Kernbotschaften.
Kein Nutzen = kein Interesse und somit Thema verfehlt.
3.  Mein vielleicht bemerkenswertester Vortrag
Als Personalchef hatte ich immer wieder Probleme mit Abmahnungen,
die vorwiegend von unseren Fertigungsmeistern dann gefordert wurden,
wenn bei ihnen das „Fass" überlief - also meist ohne belegbare Vorgeschichte.
Also beschloss ich für die Meister selbst einen Arbeitsrechtsvortrag zu halten,
was bei denen allerdings auf ziemlich wenig „Gegenliebe" und Begeisterung stieß.
Rund fünfzig Meister hatten sich „zwangsweise" und ohne Motivation eingefunden.
Nach meinem Vortrag verließen alle den Vortragsraum höchst amüsiert und motiviert -
und wie es sich später unschwer nachvollziehen ließ, auch besser „munitioniert".
Was war mein Erfolgsrezept? Ich hatte den ganzen Vortrag als ein riesiges
Spektakel inszeniert. Somit konnte ich die Aufmerksamkeit aller Meister fesseln.
Alle Aussagen unterlegte ich mit „bildhaften" Beispielen, in denen ich sowohl
die Meister als auch die Personalprofis, inklusive meiner Person, auf die „Schippe" nahm.
Die Bilder und Beispiele blieben auch deshalb im Gedächtnis, da diese aus
erlebter Praxis der Meister stammten und jeder den Eindruck hatte,
das hätte auch mir passieren können. Erfolgsrezept: Spektakel !
4.  Fesseln Sie Ihre Zuhörer
Ob Sie Interesse finden, entscheiden meist die ersten Minuten Ihres Vortrages.
Sind diese langatmig oder wenig interessant - werden Ihre Zuhörer sofort abschalten.
Das gleiche gilt für die Betonung und Gestik - hier gilt: Seien Sie beherrscht aber lebhaft.
Wiederholen Sie zum Abschluss nochmals Ihre Kernbotschaft in möglichst
einem einzigen Satz mit maximal drei Aussagen zu deren Stützung.
5.  Powerpoint
Kritiker von Powerpoint vermuten, dass das Programm nur erfunden wurde,
um Plattitüden aus der gesprochenen Sprache schriftlich an die Wand zu werfen.
Wenn Sie mit einer Powerpoint-Präsentation punkten wollen, sollten Sie einige
Punkte beachten:
1. Sie sind der Mittelpunkt und nicht Ihre Powerpoint-Präsentation.
2. Setzen Sie die Folien gezielt dann ein, wenn Sie Wichtiges unterstreichen wollen.
3. Lesen Sie niemals Folieninhalte vor.
4. Verdeutlichen Sie in Folien Stichworte - vermeiden Sie langatmige Sätze.
5. Verwenden Sie möglichst keine reinen Textfolien.
6. Verwenden Sie Zitate, um Sachverhalte zu verdeutlichen.
7. Wechseln Sie zwischen Flipchart und Powerpoint um die Spannung aufrecht zu halten.
Fazit: Nur wer ein Thema verstanden hat, kann es überzeugend darstellen !

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