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|  Checkliste Stärken oder Schwächen?  |

1.  Die Klagen der Vorgesetzten
Eine der größten und ständig wiederkehrenden Klagen von Managern betrifft die Schwächen,
die ihre Mitarbeiter besitzen - und so gut wie niemals hört man etwas über deren Stärken.
Im Grunde ist es jedoch so, dass die meisten vermeintlichen Schwächen gar keine sind.
Ist ein Verkäufer ein pedantisch, übergenauer Mitarbeiter, so ist die Frage angebracht,
ob er denn im Verkauf richtig eingesetzt ist. Vielleicht wäre er ein idealer Buchhalter.
2.  Die bessere Strategie für Vorgesetzte
Anstatt reichlich die Motivation der Mitarbeiter und die eigene Energie zu vernichten,
wäre es doch sinnvoller, diese Kraft in Bereiche zu investieren, die Gewinne versprechen.
Die Förderung der Stärken ihrer Mitarbeiter sollten für die Vorgesetzten Vorrang haben.
Jegliche Art von Mitarbeitergesprächen, oder Kritik, sollten dazu benutzt werden,
um deren Stärken sichtbar zu machen und diese durch entsprechendes Lob zu fördern.
Vorgesetzte sollten aufzeigen, wie Mitarbeiter ihre Stärken noch besser nutzen können.
Auf diese Weise freuen sich ihre Mitarbeiter über angesetzte Förderungsgespräche
und gehen in diese nicht mit einem schon vorab aufgebauten, erheblichen Frust hinein.
3.  Optimierung des Arbeitserfolges
Prüfen Sie als Vorgesetzter immer, wirkt sich diese „Schwäche" auf das Ergebnis aus,
oder ist sie letztlich für den Erfolg einer Tätigkeit vollkommen unbedeutend.
So manche Verhaltensweise eines Mitarbeiters, die Sie heute als störend betrachten,
verliert nach einer solchen Prüfung ganz erheblich in ihrer Bedeutung.
Weiten Sie Ihre Analyse gegebenenfalls auf die Betrachtung seiner Erledigungen aus.
Warum hat er diese oder jene Aufgabe ganz exzellent erledigt - und jene ungenügend?
Wie sollte die Aufgabe beschaffen sein, die er mit den von ihm gezeigten Fähigkeiten
hervorragend erledigen würde - wie führen Sie ihn somit zu seinem Optimum?
4.  Erziehung zur Mittelmäßigkeit
Wer sich nur bemüht, seinen Mitarbeitern deren Schwächen abzutrainieren,
wird mit diesen nie herausragende Spitzenleistungen erzielen können.
Wer auf seinem Fachgebiet herausragendes leistet, hat in anderen Bereichen
sehr häufig erhebliche Defizite - siehe den Professor, der seinen Schirm vergisst.
Genie und Wahnsinn liegen eng beieinander, behauptet der Volksmund und
inzwischen ja auch die Wissenschaft.
5.  So coachen Sie sich selbst zum Erfolg
Legen Sie sich ein kleines Erfolgstagebuch an - zum Beispiel auf Ihrem Computer.
Schreiben Sie sich über eine längere Zeit auf, was Ihnen besonders gut gelungen ist.
Notieren Sie ebenso, welche Aufgaben oder Tätigkeiten Ihnen Schwierigkeiten bereiten.
Prüfen Sie dann, wie Sie den Anteil der Aufgaben reduzieren können,
die Sie höchst ungern und vor allem auch deshalb fehlerbehaftet ausführen.
Prüfen Sie ebenso, wie Sie den Anteil der Aufgaben vergrößern können,
die Ihnen leicht von der Hand gehen, die Sie engagiert und mit Freude erledigen.
Wenn Sie diese Strategie konsequent verfolgen, werden Sie erfolgreicher werden.
Und Sie werden, was viel wichtiger ist, Ihre Arbeit mit Freude und nicht mit Frust ausführen.
Vergessen Sie niemals, richtig eingesetzt, sind ihre Schwächen plötzlich ihre Stärken.

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