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|  Checkliste Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz  |

1.  Maßnahmen
Als Arbeitgeber sollten Sie die entsprechenden Vorschriften im Betrieb aushängen.
Ferner müssen Sie Ihre Mitarbeiter entsprechend schulen oder schulen lassen.
Und - last not least - müssen Sie auch eine entsprechende Beschwerdestelle einrichten.
2.  Stellenanzeigen
Sie dürfen auch weiterhin eine junge, hübsche Sekretärin einstellen,
nur in Ihrer Stellenanzeige dürfen Sie dieses so nicht vermerken,
denn dann würden Sie ja männliche Bewerber etc. benachteiligen.
3.  Tabu
sind Fragen nach einer bestehenden Schwangerschaft,
der politischen Haltung sowie der Glaubensrichtung.
4.  Beweisbarkeit
Bei der Auswahl und ebenso wenn Sie jemanden befördern,
sollten Sie sich alle relevanten Sachverhalte und Entscheidungsgründe aufschreiben.
5.  Diskriminierte
Wer sich wegen seines Geschlechtes, seines Alters, seiner Rasse,
Herkunft oder Religion diskriminiert fühlt, kann sich innerhalb von zwei Monaten beschweren.
6.  Beweisführung
Der Betroffene muss zunächst belegen können, dass er diskriminiert wurde.
Gelingt ihm dies, muss der Arbeitgeber beweisen, dass er nicht gegen das
Gesetz verstoßen hat.
7.  Wie verhalten sich Bewerber?
Bewerber bewerben sich weiterhin mit Foto, da sie zu Recht davon ausgehen,
dass eine Bewerbung ohne Lichtbild ein Manko darstellt und ihre Chance schmälert.
Ebenso finden sich Altersangaben, denn ein Verschweigen wäre wenig sinnvoll,
da sich aus dem Lebenslauf das Alter ja ebenfalls ergibt.
8.  Was hat das Gesetz bewirkt
Einzelne Personalmanager sind teilweise erheblich verunsichert und trauen
sich kaum noch Bewerbungen mit „Bild" entgegenzunehmen.
Absagen werden absolut unverbindlich formuliert, um Klagen zu verhindern.
AGG-Hopper durchforsten Stellenanzeigen auf „Verstöße" und klagen,
obwohl sie an der ausgeschriebenen Stelle definitiv nicht interessiert sind.
Am schlimmsten hierbei ist das Auftreten von Abmahnvereinen,
die Kostennoten schicken, da sie ja auf einen Missstand hingewiesen haben.
Sie haben zwar keine „Mandanten", sie handeln als Geschäftsführer „ohne Auftrag".
Die Unternehmen zahlen lieber, als dass sie sich auf einen Rechtsstreit einlassen.
Die größeren Unternehmen werden die Thematik die nächsten Jahre in
den Griff bekommen, die kleineren werden noch lange verunsichert sein.
Arbeitsrichter erhalten durch berufsmäßige Abzocker noch etwas mehr Arbeit.
Wem nützt das Gesetz: Meiner Meinung nach niemanden außer Abzockern.
9.  Wie denken Personalmanager
3/4 gehen davon aus, dass das Gesetz nichts bewirkt hat und somit nutzlos ist.
Außer einem erheblichen Mehraufwand hat das Gesetz keinen Sinn und ist überflüssig.
Viele bedauern, dass sie Bewerbern keine ehrlichen Absagegründe mehr nennen dürfen.
Für die Bewerber bedeutet das Gesetz somit eine erhebliche Verschlechterung und
für die Personaler Mehraufwand, Verunsicherung und letztendlich mehr Frustration.

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