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|  Checkliste Stellenanzeigen erstellen  |

1.  Stellenanzeigen kann man in zwei Hauptgruppen einteilen:
Die erste Gruppe versucht den Bewerber zu motivieren,
indem sie die Vorzüge des Unternehmens in höchsten Tönen preist.
Die zweite Gruppe fokussiert sich auf die Anforderungen an den Bewerber.
Bei beiden oder auch hieraus kombinierten Arten, fragen jedoch nur die wenigsten,
was bewegt denn eigentlich genau den Menschen, den wir suchen und
wie erwecken wir seine Aufmerksamkeit und motivieren ihn, sich zu bewerben.
2.  Ein klein wenig Tiefenpsychologie schadet nie
Eine Anzeige kostet viele Tausend Euro - erstellt ist sie meist in einer Stunde.
Viele schaffen das noch schneller, indem sie sich aus Baukästen bedienen.
Natürlich fallen Ihnen Ihre Anzeigen in der Zeitung auf, Sie kennen ja das Layout.
Reagiert aber die von Ihnen gesuchte Person hierauf, das ist doch die Kernfrage.
3.  Fähigkeitsworthülsen
Hierunter fallen die Anforderungen, bei denen man sich fragen muss, ob die Inserenten
wissen, was sie eigentlich mit „durchsetzungsstarker Teamplayer" meinen.
Die Ausarbeitung eines differenzierten Anforderungsprofils ist halt meist mühevoller.
4.  BSE - bad simple English
Oft genug sind die Anzeigen in perfektem Denglisch so abgefasst, dass selbst ich
als langjähriger Personalberater nicht begreife, was nun eigentlich gesucht wird.
5.  Layout
Anzeigen brauchen Leerräume und darüber hinaus weder Hintergrundfarben noch
Hintergrundgrafiken, mit denen der Text teilweise bis zur Unlesbarkeit beeinträchtigt wird.
Gute Anzeigen benötigen wenig Text, dafür aber die richtigen Stichworte.
6.  Literarische Ergüsse
An umfangreichen literarischen Ergüssen ist doch bei der Stellensuche keiner interessiert.
Wir tun das, was uns im Allgemeinen leicht erscheint. Lange Texte lesen wir nur dann,
wenn das Unternehmen an sich für uns ein Top-Image hat, dann hat aber nicht die
Stellenanzeige den Erfolg herbeigeführt, sondern das bestehende Unternehmensimage.
7.  Ansprechpartner
In den meisten Anzeigen erscheint ein Ansprechpartner mit Vorname und Name sowie
häufig auch der Funktionsbezeichnung - wenn schon kein Vorname, sollten Sie zumindest
die Anrede - also Herr oder Frau mit aufnehmen.
Wenig Vertrauen erwecken E-Mail-Adressen mit „info@..." - hier könnte beispielsweise
eine Funktionsbezeichnung vorangestellt werden - also beispielsweise „konstrukteur@....",
wenn die Angabe eines persönlichen Adressaten nicht erwünscht ist.
8.  Internetadresse
Der Platzbedarf für eine Webadresse ist minimal, warum nützen dann so viele
Unternehmen nach wie vor nicht diese Möglichkeit, sich noch besser zu präsentieren?
9.  Website von Unternehmen
Stellenanzeigen auf Unternehmenswebsites sind oft recht allgemein gehalten.
Eher selten wird der Text aus der Stellenanzeige, der in der Zeitung erscheint,
zusätzlich auf die Website gestellt, da der Interessent ja alles Herausragende zum
Unternehmen sich auf vielen Seiten sich zusammenstellen könnte, aber nicht macht.
Für das Personalmarketing gibt es hier sicherlich noch einige Denkansätze.
10.  Regionalität / Wohnraum
Schalten Sie eine offene Anzeige, können Sie auch die Website Ihrer Stadt- bzw.
Gemeindeverwaltung mit in die Anzeige aufnehmen - Bewerber können sich dann
auch über regionale Gegebenheiten informieren.
11.  Einige Gedanken zu den gestellten Anforderungen
In den meisten Stellenanzeigen wird präzise gefordert, was der zukünftige Stelleninhaber
an Kenntnissen und Fertigkeiten mitzubringen hat. Und das ist dann auch sehr bequem
für die Manager abzuprüfen, die die Auswahl anhand der Unterlagen vornehmen dürfen.
Eine „intelligente" Personalpolitik fragt jedoch nicht so sehr nach speziellen Fertigkeiten,
die sich ja meist in kurzer Zeit erlernen lassen, sie fragt nach dem, was entwickelbar ist.
Arbeitsplätze wandeln sich in den Anforderungen permanent, dem wird derjenige gerecht,
der in der Lage ist, sich diesem Wandel schnell anzupassen. Es darf also nicht nur um die
schnelle „Problemlösung" gehen, sondern vielmehr darum, Mitarbeiter zu gewinnen,
die flexibel sind und darüber hinaus befähigt sind, sich neue Inhalte schnell zu erarbeiten.
Nur flexible Menschen bestehen den globalen Wandel in einer immer flexibleren Wirtschaft.
12.  Karrierehandbuch
Als Personalberater freue ich mich immer, wenn ich perfekt erarbeitete Bewerbungen erhalte,
da sich hierdurch auch mein Arbeitsaufwand im Sichten und Bewerten erheblich reduziert.
Die Website „Karrierehandbuch", dürfte die weltweit umfassendste und zudem kostenlose
Informationsquelle zur Bewerbung, Präsentation, Einarbeitung und weiteren Themen im
Anstellungsverhältnis sein.
Auf dieser Website können Sie auch Ihr Unternehmen unter
„Karrieremesse"
präsentieren.

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