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|  Checkliste Kündigung durch den Arbeitgeber  |

1.  Mündliche Kündigungen
Sind ungültig - entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz Az: 10 Sa 19/04.
Hierdurch sollen Arbeitnehmer vor unüberlegten Kündigungen besser geschützt werden.
2.  Fristlose Kündigung
Verbinden Sie eine fristlose Kündigung mit einer fristgerechten.
Falls die fristlose nicht greift, haben Sie noch Chancen mit der fristgerechten.
3.  Personenbedingte Kündigung
Checken Sie sorgfältig, ob bei verhaltens- oder leistungsbedingten Kündigungen
abgemahnt wurde und ob Sie dies auch schriftlich nachweisen können.
4.  Abwicklungsvertrag
Häufig werden nach einer Kündigung Abwicklungsverträge über die mit der
Beendigung des Arbeitsverhältnisses anstehenden Fragen abgeschlossen.
Wenn der Arbeitnehmer in diesem Vertrag auf eine Kündigungsschutzklage
verzichtet, kann dies zu einer Sperre beim Bezug des Arbeitslosengeldes führen.
Ausgenommen sind der Interessenausgleich bzw. Sozialplan, der mit mit dem Betriebsrat
vereinbart wurde - aber auch hier sollte vorab mit dem Arbeitsamt geklärt werden.
5.  Auswahl eines Anwaltes
Falls Sie sich nicht durch Ihren Verband vertreten lassen,
wählen Sie nur einen Anwalt, der sich im Arbeitsrecht bereits bewährt hat.
Arbeitnehmer werden meist durch die Gewerkschaft vertreten und die besitzen dort
Spezialisten, die sich im Arbeitsrecht oft besser auskennen als vielseitig tätige Anwälte.
Zudem orientiert sich der Arbeitsrichter am Begriff Arbeitnehmerschutzgesetz.
Sie benötigen also einen besser qualifizierten Vertreter als die Gegenseite.
6.  Zustellung einer Kündigung
Am einfachsten ist es, wenn Sie den Mitarbeiter im Unternehmen die Kündigung
aushändigen und ihn den Erhalt dieser bestätigen lassen.
Alternativ bietet sich die persönliche Zustellung, gegebenenfalls mit einem Zeugen an.
Die Kündigung ist rechtsgültig zugegangen, wenn Sie diese in den Briefkasten werfen.
Wenn Postversand, dann nicht per Einschreiben, da die Annahme verweigert werden
könnte - eine normale Postzustellung kann auch im Urlaub des Arbeitnehmers erfolgen.
Jeder Arbeitnehmer ist dafür verantwortlich, dass sich jemand um seine Post kümmert.
7.  Anmerkung
Zunehmend werden deutsche Unternehmen von amerikanischen Gesellschaften übernommen.
Einige der amerikanischen Manager machen es uns vor, wie man es nicht machen soll.
Per E-Mail kündigen Sie Kündigungen an, da sie unwillig sind persönliche Gespräche zu führen.
Die Kündigung folgt dann per Einschreiben einige Tage später.

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