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|  Checkliste Kreativität und Chaos  |

1.  Intuition und Ratio
Unsere Intuition wird wesentlich vorgegeben von unserem limbischen System.
Unsere vermeintliche Ratio wohl ebenfalls, wenn es stimmt, was Gehirnforscher
herausgefunden haben wollen, dass Handlungen zunächst im „Unbewussten" ausgelöst
und entschieden werden, bevor wir diese mittels Zuhilfenahme unserer „Großhirnrinde"
scheinbar bewusst entscheiden.
Die Intuition überwiegt offenbar die scheinbar „bewussten" Entscheidungen bei weitem.
2.  Kreativität
Kreativität ist die Folge eines sehr langen Prozesses in unserer Entwicklungsgeschichte.
Kreative denken Neues, probieren bisher Ungetanes aus und gewinnen so neue Erkenntnisse.
Diese helfen ihnen dabei, Unsicherheiten besser zu beherrschen und verschaffen ihnen
somit einen Selektionsvorteil vor denen, die über wenig eigene Kreativität verfügen.
Das Gehirn sucht vor jeder Entscheidung, ob es Muster, Strukturen oder Regeln erkennt.
Mittels erprobter Kreativitätstechniken soll diese Vorgehensweise „aufgebrochen" werden.
Das Gehirn wird herausgefordert neue Wege zu finden, kreativ zu sein, verborgene
Potenziale freizusetzen und den Kreativitätsfluss dann auch möglichst lange zu halten.
3.  Den Kreativen ist nichts heilig
Kreative benötigen Freiräume, das war früher das Motto in fast jeder Werbeagentur.
Kreative trugen Mickymausuhren, Dreitagebärte und rochen nicht immer „gut".
Inzwischen haben aber auch Agenturchefs erkannt, dass ein Mensch am imposantesten
in einem fast leeren, aufgeräumten Büro wirkt - ob er sich darin wohlfühlt, sei dahingestellt.
4.  Kreatives Chaos
Systematikern ist jede Unordnung ein Gräuel - Kreative sind nicht immer ordentlich.
Damit sich die Kreativität entfalten kann, benötigt der Mensch ein hierfür passendes Umfeld.
Ordnungsfanatiker, hierzu zählen über die Hälfte aller Führungskräfte, assoziieren einen
unaufgeräumten Schreibtisch mit einer unzuverlässigen, unaufmerksamen Arbeitsweise.
5.  Kreative Prozesse
Am Anfang eines jeden kreativen Prozesses steht meistens eine ausführliche Recherche.
Die gefundenen Daten gilt es anschließend entsprechend einem roten Faden zu strukturieren.
Der Einordnung folgt die Evaluierung, also die Überprüfung und Bewertung auf ihre Verwendbarkeit.
Und den Abschluss bildet die Visualisierung, also die Darstellung des gefundenen Ergebnisses.
6.  Kreative Unordnung
Eine wirkliche Kreativität unter einem hohen inneren oder äußeren Druck ist kaum vorstellbar.
Wer sich nicht in sich zurückziehen kann, wird auch kaum eine besondere Kreativität entwickeln.
Trotzdem, ein geordnetes Denken benötigt auch einen noch überschaubaren Schreibtisch.
Unordnung durch Papierstapel, auf denen sich der Staub bereits erkennbar ansammelt,
erzeugen vergleichbar auch im Gehirn Denkblockaden, die Kreativität beeinträchtigen.
7.  Einordnung der Kreativität
Man unterscheidet in die technische oder pragmatische Kreativität. Sie wird zur Lösung
technischer Aufgabenstellungen, beispielsweise in der Konstruktion benötigt.
Die intellektuelle Kreativität ist unter anderem bei der Programmierung erforderlich.
Die sogenannte künstlerische Kreativität benötigen Künstler und Designer.
Eine bildhafte Vorstellungskraft ermöglicht es, sich eine Situation im Kopf vorzustellen,
ohne dass man hierfür über konkrete Fakten verfügt. Es ist ein „Probehandeln im Kopf".

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