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|  Checkliste Kreativitätstechniken  |

1.  Brainstorming
1.1  Ideensammlung
Brainstorming dient der Sammlung von Ideen für Problemlösungen.
Der Vorteil eines Brainstormings liegt im geringen Zeitaufwand und dem Finden
auch von originellen Ideen durch die gegenseitige Inspiration -
dabei geht Quantität vor Qualität.
Jede Idee, sei sie noch so unlogisch oder gar unsinnig, kommt in die Ideensammlung.
Jeder Einfall ist willkommen, da hierdurch oft weitere Ideen provoziert werden.
Kritik ist nicht erlaubt, die Bewertung beginnt erst nach Abschluss der Ideenfindung.
Nichts darf diskutiert oder zerredet werden - das Motto heißt: Tempo, Tempo, Tempo.
1.2  Imaginäres Brainstorming
Eine Problemlösung wird unter geänderten Bedingungen betrachtet.
Hierdurch soll erreicht werden, dass sich die Teilnehmer von festgefahrenen
Regeln freimachen, indem sie sich gedanklich von dem zu lösenden Problem entfernen.
Also beispielsweise nicht, wie verhindere ich einen Brand im IT-Hardwareraum,
sondern wie erzeuge ich einen Brand in dem Raum mit der IT-Hardware.
1.3  Destruktives Brainstorming
Die Teilnehmer sammeln zunächst alle Punkte, die die Lösung der Problemstellung
verhindern - also alle Vorbehalte, Killerargumente und negativen Ansätze.
Erst nach Abschluss der ersten Phase werden in der zweiten Phase für alle erkannten
Punkte Lösungsversuche gesucht, wobei die Abstellung erkannter Schwächen das Ziel ist.
1.4  Ablauf eines Brainstorming
Benötigt wird zunächst eine Möglichkeit zur Visualisierung der Ideen.
Dies können Flipcharts, Pinwände oder elektronische Mittel sein.
Sichtbar aufgeschrieben wird als erstes die klar definierte Problemstellung.
Hierunter werden alle Spontanideen gesammelt.
Diese werden sofort aufgeschrieben und dürfen weder diskutiert noch zerredet werden.
Erst nach Abschluss des Brainstormings werden die Ideen nach Lösungsansätzen sortiert
und erst danach bewertet, diskutiert und weiterentwickelt oder auch verworfen.
2.  Morphologischer Kasten
Die Morphologie ist frei übersetzt, die Lehre vom geordneten Denken.
Im System morphologischer Kasten wird ein Problem in seine Komponenten zerlegt.
Zu jedem Problemelement werden jeweils möglichst viele Lösungskomponenten gestellt,
auf diese Weise erfolgen jeweils Lösungen für die einzelnen Teilprobleme.
Die Lösungsmöglichkeiten sollten je Element auf maximal 10 beschränkt werden.
An der Problemlösung können bis zu 10 Teilnehmer mit einem Moderator teilnehmen.
Nachteilig sind der hohe Zeitaufwand für die Durchführung sowie die Prämisse,
dass nur Fachleute an der Problemlösung teilnehmen können.
3.  Methode 635
Beteiligt bei der Ideensuche mittels der Methode 635 sind 6 Teammitglieder.
Diese entwickeln innerhalb von 5 Minuten jeweils 3 Vorschläge zur Problemlösung.
Danach reichen alle Teammitglieder ihr Blatt an jeweils ein anderes Teammitglied weiter.
Das jeweils übernehmende Teammitglied entwickelt jede Idee um 1 Idee weiter.
Auf diese Weise hat am Schluss jedes der 6 Teammitglied 6x3 Ideen entwickelt.
Es kommen somit 108 Vorschläge bei einem halbstündigen Aufwand zusammen.
4.  Synektik
4.1  Gewinne Abstand
Bei der Synektik soll durch Analogien ein Abstand zum Problem erlangt werden.
Durch diesen Abstand soll die emotionale Kreativität gefördert werden.
Die Synektik ist eine effiziente, aber nur sehr schwer vermittelbare Kreativitätstechnik.
Eine Sitzung dauert mehrere Stunden und umfasst 5-8 Teilnehmer aus unterschiedlichen
Fachbereichen bzw. Disziplinen.
Aufgrund der definierten Problemstellung ermittelt die Gruppe Lösungsideen.
4.2  Definiere die Aufgabenstellung
Nach der ersten Phase der Entwicklung von Spontanideen werden die Teilnehmer
aufgefordert, die Aufgabenstellung neu zu definieren.
Dieser Schritt wird durch eine vollständige Verfremdung im weiteren Verlauf fortgesetzt.
Danach sollen sich die Teilnehmer selbst in die Situation der Aufgabenstellung versetzen -
also beispielsweise in das Schnitzel, das durch verschiedene Techniken zubereitet wird.
Das ganze setzt sich fort mit symbolischen Analogien und danach mit direkten Analogien.
4.3  Finde Lösungsansätze
Abschließend werden wieder die Verbindungen zum Ausgangsproblem hergestellt
und erst danach alle gefundenen Lösungsansätze bewertet.
Insgesamt also ein höchst aufwendiges, wenn auch sehr nützliches Verfahren,
das immer einen erfahrenen Moderator voraussetzt.
5.  Mind Mapping
5.1  Was ist Mind Mapping
Bei Mind Mapping werden die Gedanken strukturiert, grafisch wiedergegeben.
Mind Mapping ist eine vom Briten Tony Buzan erfundene „Gedanken-Landkarte".
Mind Mapping kann zur Ideenfindung, Planung und zur Problemlösung eingesetzt werden.
Die Methode ist schnell erlernbar und relativ einfach im Beruf und Alltag anzuwenden.
5.2  Mind Mapping ist eine effiziente Kreativitätstechnik
Ideen werden auf einfache Weise schnell gesammelt, notiert, visualisiert und gemerkt.
Mind Mapping wird zur Vorbereitung von Vorträgen und Präsentationen eingesetzt.
Ferner zur schnellen Strukturierung und dem Erfassen von Büchern oder Artikeln
und zur effizienteren Zeitplanung im Team sowie ebenso zum Erarbeiten neuer Ziele.
5.3  Es genügen einfachste Arbeitsmittel
Am besten verwenden Sie für Ihr „manuelles" Mind Mapping einen DIN A4-Bogen.
Notieren Sie sich in der Mitte des Bogens Ihr jeweiliges Hauptthema und verzweigen
Sie von dort aus mit Linien zu Ihren in den Ecken positionierten Schlüsselworten.
Von den Schlüsselworten aus untergliedern Sie dann ebenfalls mit Linien weiter.
5.4  Setzen Sie Marker und Symbole ein
Mit Markern oder Symbolen können Sie Ihre Darstellung noch einprägsamer gestalten.
Auf diese grafische Weise prägen sich Sachverhalte leichter ein als wenn Sie diese
nur untereinander unstrukturiert fortschreiben.
5.5  Was macht Mind Mapping so beliebt?
Visuelle Eindrücke nehmen wir sehr leicht und beständig auf - wir sind „Guckmenschen".
Mind Mapping bedient sich deshalb hauptsächlich dieser Technik.
Es gibt umfangreiche Literatur und natürlich auch Programme für diese Technik.

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