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|  Checkliste Konfliktmanagement  |

1.  Konflikte
Viele Konflikte beginnen mit einer unüberlegten, oft schnippischen Bemerkung
oder ein klein wenig Tratsch über abwesende Kollegen in der Mittagspause.
Erfahren diese hiervon, ist die Unbeschwertheit im Umgang miteinander dahin
und Misstrauen breitet sich bis hin zu einer frostigen Atmosphäre untereinander aus.
Bei flachen Hierarchien entstehen viele Konflikte aufgrund unklarer Kompetenzen -
je größer die Unsicherheit über Kompetenzen, umso höher ist auch das Konfliktpotenzial.
Besitzen Mitarbeiter einen großen Freiraum, überschneiden sich meist die Zuständigkeiten.
Jeder Mitarbeiter möchte gerne so behandelt werden, wie er sich selbst sieht.
Der eine möchte aufgrund seiner überragenden Kompetenz anerkannt werden,
der andere aufgrund seines Fleißes oder seines überaus genauen Arbeitsstils.
2.  Schwelende Konflikte
Ein Konflikt kann vordergründig behoben sein, wenn der andere niedergerungen wurde
oder eine der beteiligten Parteien eine Auseinandersetzung und Konfrontation vermeidet.
Allerdings besteht in einem solchen Falle die Gefahr, dass eine Partei auf Rache sinnt.
Langandauernde Konflikte müssen behoben werden, da sie sonst das Klima vergiften
und eine auch für das Unternehmen gedeihliche Zusammenarbeit unmöglich machen.
3.  Konfliktbewältigung
Ein Konflikt ist dauerhaft gelöst, wenn es gelingt, einen gemeinsamen Konsens zu finden.
Ein Konsens - weder Gewinner noch Verlierer - ist in der Praxis meist schwer erreichbar.
Meist wird ein Kompromiss, bei dem alle Beteiligten Zugeständnisse machen, erreicht.
Bei Führungskräften werden Konflikte oft dadurch bewältigt, dass sich einer durchsetzt.
Ein solches Vorgehen kann sich durchaus positiv auf Mitarbeiter auswirken,
da ja niemand gerne unter einem Vorgesetzten, der als Weichei gilt, arbeiten möchte.
Konflikte unter Mitarbeitern müssen Vorgesetzte unverzüglich aufgreifen und lösen
und dies auch dann, wenn die Lösung vielleicht nicht beiden Interessen gerecht wird.
In der nächsten vergleichbaren Situation sollte allerdings der Gewinner getauscht werden.
Zur Lösung von Konflikten sollten wir nicht formulieren, was wir nicht wollen,
sondern in positiver Form klar machen, was unsere Motivation in dieser Sache ist
und wir müssen diese sachlich begründen und stets auf der Sachebene bleiben.
Werden Gemeinsamkeiten betont und der Gegenüber einbezogen, entzieht man einem
potenziellen Konflikt den Boden, es sei denn, der andere will gar keine Konfliktlösung.
4.  Nutzen von Konflikten
Konflikte sind oft unterhaltsam - wenn auch meist auf Kosten Schwächerer.
Als Wegweiser machen Konflikte meist auf ungelöste Probleme aufmerksam.
Gelegentlich verhindern sie auch Stagnation, da sie Energien freisetzen und
somit auch die Chance bieten, Veränderungen herbeizuführen und besser zu werden.

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