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|  Checkliste Mimikry  |

1.  Evolution
Wichtige Verhaltensweisen müssen stets vollautomatisch ablaufen.
Dies ist das vorrangige Prinzip jedes Auswahlprozesses in der Evolution.
Eine tödliche Gefahr, kann nicht erst verstandesmäßig erfasst und verarbeitet werden,
die Flucht musste sofort eingeleitet werden, damit das Individuum überleben konnte.
2.  Mimikry
Solch voll automatisierten Abläufe finden sich auch in der Mimikry, der Nachahmung.
Lächelt uns jemand an, lächeln wir automatisch zurück - oder wenden uns ab.
Lächelt uns jemand an, erweckt dies Sympathie und dies macht uns zu sozialen Wesen.
Die soziale Interaktion läuft dabei unbewusst ab - Aggression löst Aggression aus,
Freude vermittelt ein Wohlgefühl und ein Lächeln nimmt uns für den anderen ein.
Leidet jemand Schmerzen, verziehen auch wir das Gesicht, wenn wir ihn ansehen.
Das bedeutet, das in diesem Falle auch unser Schmerznetzwerk aktiviert wird.
Unbewusst ahmen wir unseren Gesprächspartner nach, dies gilt selbst für die Körperhaltung.
Am einfachsten kann man dies an Liebespaaren studieren, die vollständig ineinander aufgehen.
Jeder bewegt sich wie der andere, die Stimme gleicht sich an und ebenso die Gestik.
3.  Vorurteile
Leider werden durch diese Automatismen auch unbewusst sämtliche Vorurteile aktiviert.
Oft entscheiden wir somit nicht bewusst, ob uns jemand sympathisch ist oder nicht.
Die Imitation wird selbst dann ausgelöst, wenn andere handeln und wir dies nur beobachten.
4.  Bewerberauswahl
Diese Prozesse sind besonders in der Auswahl eines Bewerbers sehr bedeutsam.
Zieht ein Interviewer das Gespräch weitgehend an sich, wird sich der Bewerber ihm anpassen.
Spricht der Interviewer mit ruhiger, gelassener Stimme, wird dies auch der Kandidat tun.
Einem beisitzenden Beobachter ist dann unter Umständen der Kandidat zu ruhig,
zu wenig bestimmend und nicht aggressiv genug - obwohl dies nicht zutreffen muss.

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