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|  Checkliste Professionelles Interview  |

1.  Die Auswahl beginnt am Empfang
Manchmal aber auch schon, wenn Sie auf einem Firmenparkplatz parken und
dieser aus dem Büros des Personalmanagers oder Fachvorgesetzten einsehbar ist.
In diesem Falle kann somit selbst das Fahrzeug in die Auswahl mit einbezogen werden.
Ansonsten wird stets auf Ihre Körpersprache und auch auf Ihre Kleidung geachtet.
Kann er sich benehmen, ist er entsprechend der gewünschten Position angezogen?
2.  Reihenfolge der Interviewphasen
Begrüßung und Einleitung durch einen Vertreter des Unternehmens.
Kurze Vorstellung des Unternehmens durch den Personalmanager.
Fragen zu Ihrer Bewerbungsmotivation und Ihren beruflichen Zielen.
Darstellung Ihres schulischen und beruflichen Werdegangs.
Erläuterung der fachlichen Aufgabe durch den zukünftigen Vorgesetzten.
Klärung Ihrer gegebenen Fachkompetenz im Hinblick auf das Stellenprofil.
Fragen zu Ihrem persönlichen, familiären und insbesondere sozialem Hintergrund.
Fragen zu Ihrer gesundheitlichen Eignung für die Position.
Darstellung der Arbeitsbedingungen durch das Unternehmen.
Fragen, die Sie als Bewerber stellen.
3.  Hierauf achten Interviewer besonders
Äußeres: Gepflegt oder ungepflegt - unauffällig oder exaltiert?
Auftreten: Offen, selbstsicher, bestimmt, bescheiden oder fordernd?
Darstellung: Aktiv, überlegt, lebendig oder gleichgültig und lahm?
Auffassung: Schnell, langsam, schwerfällig - vorausschauend?
Sprachstil: Treffend, konkret auf Fragen eingehend, abschweifend, Dialekt?
Ausdrucksweise: Deutlich, leise oder zu laut und hektisch?
4.  Was Sie sonst noch beachten sollten
4.1  Vorbereitungen
Führen Sie kein Interview, wenn Sie nicht wirklich interessiert sind.
Fragen Sie nicht bei der Sekretärin nach, wie der Stand der Dinge sei.
Senden Sie an den Personalmanager keine Pakete voller Arbeitsbeispiele.
Benützen Sie kein aufdringliches Rasierwasser bzw. Parfüm.
Kommen Sie zu dem Termin nicht zu spät.
4.2  Erwartungen und Verhalten
Erwarten Sie nicht, dass der Personalmanager Ihr persönlicher Freund ist.
Schütten Sie im Gespräch mit dem Personalmanager nicht Ihr Herz aus.
Verhalten Sie sich weder arrogant noch unterwürfig.
Erwarten Sie nicht, dass Sie im ersten Interview ein konkretes Angebot erhalten.
4.3  Kenntnisse und Erfahrungen
Erzählen Sie dem Interviewer nicht, dass Ihr Werdegang tadellos sei.
Beschönigen Sie nicht Ihre Kenntnisse und Erfahrungen, um eine Stelle zu erhalten.
Gehen Sie ebenso nicht davon aus, dass Sie sich für jede Art von Tätigkeit eignen.
Verschleiern Sie gegenüber dem Interviewer nicht Ihr aktuelles Gehalt.
4.4  Ansprechpartner
Rufen Sie nicht an und nennen dabei nur Ihren Namen - sagen Sie direkt den Bezug.
Übergehen Sie nicht den Personalberater, indem Sie direkt in der Firma vorsprechen.
4.5  Misserfolg
Sind Sie nicht gekränkt, wenn Sie auf eine Initiativ-Bewerbung keine Antwort erhalten.
Sollte der Auswahlprozess sich länger hinziehen, werden Sie nicht ungeduldig.
Reagieren Sie gelassen, wenn Sie einen Job nicht erhalten.
Schreiben Sie keinen beleidigten Brief an den Personalmanager, wenn es nicht geklappt hat.
4.6  Etikette
Vergessen Sie nicht Ihre Tischmanieren, wenn Sie zum Essen eingeladen werden.
Bedanken Sie sich schriftlich für die Gespräche - auch bei einem Misserfolg.
5.  Der Sympathiefaktor
Jeder Interviewer fragt sich bewusst oder manchmal auch unbewusst:
Würde ich gerne mit dem / der zusammenarbeiten?
Die Frage könnte erweitert werden:
Würde ich gerne mit dem / der abends einmal ein Bier trinken gehen?
Bei negativen Antworten, dürfte die Entscheidung ebenfalls negativ sein.
6.  Hinweis zu Empfehlungen in vielen Bewerbungsratgebern
Bewerbungsratgeber, die von Autoren geschrieben wurden, die frei von eigener Praxis
in der betrieblichen Auswahl sind,empfehlen eine offene, authentische Kommunikation.
Die "Ratgeber" für Personalleiter wiederum raten zu Misstrauen und Kontrollstrategien.
Richtig ist: Seien Sie authentisch aber verhalten Sie sich nicht naiv.
Die "Spielregeln" erfordern auch hier die Beachtung der Denkmuster des Gegenübers.
Sie "verkaufen" sich als etwas das sehr nützlich für den zukünftigen Arbeitgeber ist.
Die klare Darstellung dieses Nutzens mit verkäuferischen Mitteln ist legitim.

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