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|  Checkliste Soziale Kompetenz  |

1.  Historie
In den letzten Jahren hat sich ein Wandel in der Frage der „Sozialkompetenz" vollzogen.
Für viele wurden die Faktoren der Sozialkompetenz plötzlich wichtiger als das Fachwissen.
Ich betrachte bei fachorientiert tätigen Mitarbeitern das Fachwissen für entscheidender
Bei Führungskräften entspricht die Führungskompetenz dem Fachwissen des Spezialisten.
Darüber hinaus muss man sich klarmachen, um welche Art von Tätigkeit es sich handelt.
Die Anforderungen an die Sozialkompetenz eines Mitarbeiters, der als Buchhalter tätig ist,
sind sicherlich andere, als bspw. die, die wir an jemand in der Kundenberatung stellen.
Darüber hinaus sollte untersucht werden, was denn eigentlich Sozialkompetenz in
Bezug auf eine neu zu besetzende Stelle und auch für die Unternehmenskultur bedeutet.
2.  Erwerb von Sozialkompetenz
Wenn die Sozialkompetenz als Fähigkeiten in der Kommunikation, der Hilfsbereitschaft und
der Teamfähigkeit verstanden wird, dann sind solche Fähigkeiten nur bedingt „trainierbar".
Diverse Untersuchungen weisen ja nach, dass unser Verhalten schon sehr früh fixiert ist.
Wir können nur das Erlernen, was sich in der Ebene unser bewussten Wahrnehmung
abspielt.
Insoweit sind auch viele der „Laienspiele" in manchen Assessment Centern nicht sinnvoll.
3.  Strategie in der Bewerberauswahl
Zu einer zu besetzenden Stelle muss bekannt sein, welche Fachkenntnisse und
welche Verhaltensweise zwingend erforderlich und welche wünschenswert sind.
Auf diese „erforderliche Fachkenntnisse" und „sozialen Erfordernisse" hin kann
man den Werdegang sowie den gesamten Lebenslauf des Bewerbers untersuchen.
Das Sozialverhalten ergibt sich unter anderem daraus, inwieweit sich der Bewerber
„uneigennützig" für andere engagiert hat, wie beispielsweise für das DLRG etc.
4.  Fragen zur Einschätzung
Kann er / sie sich verständlich machen und sein Wissen sowie seine Meinung einbringen?
Kann er / sie zuhören und nimmt er gruppendynamische Prozesse wahr?
Ist er / sie offen für Anregungen und akzeptiert er Kritik?
Kann er / sie eigene Handlungsmöglichkeiten wahrnehmen und sich auf andere einstellen?
Kann er / sie Beziehungen aufnehmen und findet er sich in einer Gruppe zurecht?
Verhält er / sie sich in gruppendynamischen Prozessen angemessen?
Kann er / sie sich auf andere einstellen und Konflikte situationsgerecht angehen?
Hat er / sie ein Bewusstsein für die eigenen Grenzen und Möglichkeiten?
5.  Zukünftige Entwicklung
In den nächsten Jahren gehen die hochqualifizierten Menschen zunehmend aus.
Die Weiterentwicklung in den Unternehmen erfordert vorrangig Fachwissen.
Die Anforderungen an die Sozialkompetenz bei fachorientiert tätigen Menschen
werden deshalb abnehmen - bei Führungskräften allerdings werden diese Kriterien
bedeutender, da sich kein Unternehmen mehr „Reibungsverluste" wird leisten wollen.

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