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|  Checkliste Erfolgsfaktoren für Manager  |

1.  Erfolgreiche Manager sind vielseitig
Erfolgreiche Manager besitzen eine gute allgemeine Intelligenz, Fachwissen ist weniger wichtig.
Mit ihrer gut ausgeprägten verbalen Intelligenz können sie sich optimal darstellen.
Komplexe Texte und Informationen können Sie schnell auf das Wesentliche verdichten.
Sie besitzen die Fähigkeit, Relevantes von Irrelevantem unterscheiden zu können.
Sie können sich überdurchschnittlich schnell in neue Themen einarbeiten
und sie können anderen überzeugend ihre Vorstellungen übermitteln.
2.  Erfolgreiche Manager besitzen Selbstvertrauen
Erfolgreiche Manager besitzen ein gut ausgeprägtes Selbstvertrauen, sie vertrauen sich selbst.
Ihre Ausstrahlung vermittelt Sicherheit und eine positive Affinität durch
den bei ihnen vorhandenen Grundoptimismus und ihrer positiven Lebenseinstellung.
Sie können Frustrationen einstecken, ohne sich ihre Lebensfreude verderben zu lassen.
Bei aller Selbstsicherheit sind sie frei von narzisstischen Zügen und Selbstüberschätzung.
Sie vermitteln Vertrauen durch eigene Disziplin, Verträglichkeit und Einfühlsamkeit.
Sie besitzen eine natürliche Dominanz, ohne sich kryptisch und wortkarg zu geben.
Ihr Selbstvertrauen basiert zu einem großen Teil auch auf einer eigenen Anständigkeit.
Wer selbst anständig ist, handelt niemals nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel,
denn er weiß, er wird langfristig an seinen (Übel)Taten gemessen werden.
Erfolgreiche Manager verhalten sich jederzeit fair, ethisch korrekt und wahrhaftig.
3.  Erfolgreiche Manager sind sich ihrer Verantwortung bewusst
Sie sehen sich verantwortlich für ihr Verhalten und die hieraus resultierenden Ergebnisse.
Aus Misserfolgen ziehen sie den Schluss, es beim nächsten Mal besser zu machen.
Sie besitzen Leistungsstreben gepaart mit Ausdauer, Beharrlichkeit und Eigeninitiative.
Ihre Arbeitseffizienz bemisst sich nach der Formel: Arbeit ist Leistung durch Zeit.
Sie besitzen eine hohe Leidenschaft für ihre Arbeit und nicht nur Pflichtbewusstsein.
Sie sind offen für Neues und klammern sich nicht nur an Altbewährtem fest.
4.  Erfolgreiche Manager führen angemessen
Sie bewältigen den Umbruch in unserer Zeit durch eine zeitgemäße, situative Führung.
Sie haben die Macht Menschen zu befehlen, aber sie führen sie durch Überzeugen,
Argumentieren und durch Verhandeln. Nur wenn sie hiermit nicht weiterkommen,
denken sie über weitere Strategien nach, die ihnen zum Erfolg verhelfen können.
Sie bewegen sich hierbei in dem Rahmen, der gegenüber ihren Mitarbeitern legitim ist.
Einen Missbrauch ihrer Macht lehnen sie ab. Sie schüchtern Mitarbeiter nicht ein,
drohen und mobben diese nicht und versuchen auch nicht sie zu korrumpieren.
5.  Erfolgreiche Manager können sich durchsetzen
Die Fleißigen werden gelobt, befördert werden jedoch die durchsetzungsstarken Taktiker.
Ebenso gefährdet sind die, die die Harmonie lieben, da sie niemandem schaden wollen.
Aggression kann positive Kräfte freisetzen, sie fördert allerdings auch das Duckmäusertum.
Das menschliche Machtstreben ist im limbischen System, dem Reptiliengehirn, verankert.
Die Durchsetzungsbefähigung ist in unterschiedlichen menschlichen Strukturen variabel.
Sie wechselt je nach Typus zum Teil ganz erheblich und reicht von Wadenbeißern, grauen
Eminenzen, Mitläufern bis zu den schweigsam Zurückhaltenden, Isolierten und Frustrierten.
Als Manager müssen Sie sich auch wieder darauf besinnen, dass Sie vorwiegend dafür
bezahlt werden, dass Sie Ihre Mitarbeiter zu einer herausragenden Leistung führen.
Erhöhen Sie sukzessive das Anspruchsniveau, das erfordert natürlich auch Mut von Ihnen.
Wer sich selbst durchsetzen „darf", muss diese Offenheit auch gegenüber seinen
Mitarbeitern zeigen - fordern Sie Widerspruch, belohnen Sie diesen durch Anerkennung.
Nur wer konstruktive Kritik nutzt, kann Abläufe in seinem Verantwortungsbereich optimieren.
Reden Sie niemals um den „heißen Brei" herum, sagen Sie immer was Sie erwarten.
Intrigieren Sie selbst niemals. Das haben Sie ebensowenig nötig wie schleimen und lügen.
6.  Erfolgreiche Manager können sich selbst wehren
Menschen sind niemals gleich. Der eine ist offen, anständig und immer korrekt.
Der andere verfolgt höchst eigennützige Ziele und trickst hierbei ständig.
Wichtig für den Manager ist es zu erkennen, welche Art von Persönlichkeit
vor ihm steht und wie diese in ihrer Wesensart tatsächlich strukturiert ist.
Es reicht nicht aus, wenn Manager ihr Fachgebiet aus dem Effeff beherrschen
und selbst fleißig und gewissenhaft sind. Manager müssen „Feinde" erkennen
und in der Lage sein, diesen „angemessen" entgegenzutreten.
Streut ein Konkurrent Gerüchte über Sie aus, um Sie hierdurch zu schwächen,
müssen Sie umgehend die Sachverhalte „öffentlich" klarstellen. Am besten ist es,
wenn Sie dieses im Beisein dessen tun, den Sie als „Verdächtigen" einschätzen.
Wer als Gutmensch nur über die Gerüchte jammert riskiert sein Scheitern.
Verschaffen Sie sich Respekt, indem Sie sich deutlich und nachhaltig wehren.
Sollte allerdings die Geschäftsführung hierfür verantwortlich sein und somit
auch diesen Stil billigen und selbst forcieren, sollten Sie das Unternehmen verlassen.
In einem solchen Klima machen „Fieslinge" Karriere und nicht die Leistungsträger.
Grundsätzlich gilt, wer selbst wehrhaft ist, muss das auch demonstrieren,
Macht erringt und behält nur derjenige, der nicht als „Weichei" eingeschätzt wird.
7.  Erfolgreiche Manager sichern sich auch bei „Freundschaft" ab
Unter Gleichgestellten, die ihre Macht verteidigen oder ihren Machtbereich
weiter ausbauen wollen, gibt es nur vordergründig „echte" Freundschaften.
Deutlich erkennbar ist dies in der Politik, wo über Nacht aus Parteifreunden
„Parteischädlinge" werden. Im Management laufen diese Prozesse unsichtbar ab.
„Nagt" in der Geschäftsführung ein Kollege ständig an ihrem Machtbereich,
indem er im Kollegium unfaire Angriffe gegen Sie startet, oder unberechtigte
Kritik an Abläufen in Ihrem Verantwortungsbereich übt, sollten Sie solches
nicht als hilfreich einschätzen und Besserung geloben. Hinterfragen Sie lieber
die Zielsetzung dessen, der so handelt. Sie dürfte für Sie wenig nützlich sein.
Reagieren Sie deshalb „kaltschnäuzig" und schlagen Sie mit gezielter Kritik
gegen den Angreifer zurück. Bedienen Sie sich hierbei durchaus der Dialektik.
Achten Sie darauf, dass Ihre Gegenargumente nicht „zerpflückt" werden können.
Gleichgestellte sind und bleiben nur „gleichstark", wenn sie ihre Machtbereiche verteidigen.
Länder ohne Militär sind eine leichte Beute für solche, die über ein Heer verfügen.
8.  Erfolgreiche Manager bestrafen Fehlverhalten
Wird Ihnen ein Fehlverhalten berichtet und Sie gehen hiergegen nicht vor,
werden Sie selbst als schwach empfunden. Feigheit und Unfähigkeit sind im
Management jedoch meistens tödlich. Wer nicht straft, wird selbst bestraft.
Wer seinen Platz nicht ausfüllt, muss Platz machen für den, der das kann.
Hier ist nicht der kleine Fehler gemeint, den jeder einmal machen kann,
gemeint ist derjenige, der permanent Fehler macht und den das nicht interessiert.
Menschen, die dauerhaft den Betriebsfrieden stören fallen ebenso hierunter.
Wirkliche Führungskräfte mahnen mündlich und gegebenfalls schriftlich ab
und sie entlassen auch denjenigen, der sich danach weiterhin unbelehrbar verhält.
9.  Erfolgreiche Manager haben echte Gefolgsleute
Wer seine Macht auf angeworbene Truppen stützt, der wird nie fest und sicher
dastehen. Meint zumindest Machiavelli - und, wo er recht hat, hat er recht.
Echte Gefolgsleute sind nur diejenigen, die Ihnen treu dienen, da Sie diese
ebenfalls fördern und herausheben. Es sind die Menschen Ihres Vertrauens,
die für Sie durchs Feuer gehen und deshalb nicht nur für Sie arbeiten,
sondern auch in den Situtationen zu Ihnen halten, wo Sie ihre Hilfe benötigen.
Selbst die kleine Maus nagte den gewaltigen Löwen aus dem Netz frei.
Nur mutige Menschen nützen Ihnen etwas. Mutige sind nicht immer einfach
zu führen, da sie ihren Stellenwert kennen und diesen ebenfalls verteidigen.
Nur, „folgsame" Feiglinge nützen Ihnen nichts, wenn Sie Schützenhilfe benötigen.
Auch hier gilt: Einen Stab kann man leicht brechen. Mehrere halten eher stand.
10.  Erfolgreiche Manager üben öffentlich keine Selbstkritik
Wer als Manager Schwächen eingesteht, macht sich angreifbar.
Die Achillesferse wurde nur dadurch zu einer tödlichen Gefahr,
da ein Gegner von dieser Schwäche erfuhr und sie für sich zu nutzen wusste.
Wer seine Spezialisten fachlich übertrumpfen will, handelt unintelligent.
Von keinem Manager wird erwartet, dass er jedes Spezialgebiet beherrscht.
Im Gegenteil, wer sich zu sehr in Tiefen verliert, verliert selbst die Übersicht.
Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern deren Ziele auf. Überlassen Sie aber die
Findung des Weges denen, die dafür bessere Fachkenntnisse haben als Sie.
Im Übrigen: Schwächen und Fehler sind nicht das Gleiche. Fehler dürfen Sie eingestehen.
11.  Erfolgreiche Manager handeln unternehmensorientiert
Die Messlatte für Ihren Erfolg darf niemals der erzielte persönliche Status sein,
sondern immer das für das Unternehmen erzielte Leistungsergebnis.
Stellen Sie niemals Ihre „Beliebtheit" über Ihre „Verantwortlichkeit" -
Zielorientierung und Respekt sind wichtiger als Beliebtheit.
Treffen Sie niemals offene Entscheidungen, die mehrdeutige Auslegungen erlauben,
hiermit verlagern Sie nur vordergründig eine mögliche Schuld für das Misslingen auf andere.
Fördern Sie konstruktive Diskussionen, auch mit Widerspruch,
denn diese sind bedeutsamer als stetes Streben nach Zustimmung.
Geben Sie Vertrauen und akzeptieren Sie auch Fehler bei Ihren Mitarbeitern.
12.  Erfolgreiche Manager verfolgen ihre Strategien hartnäckig
Der „moderne" Manager entwickelt Visionen und realisiert kühne Vorstellungen.
Das effiziente „Kontrollieren" war gestern - heute werden Führungskräfte an den
Ergebnissen gemessen, die ihre Arbeit erbringt. Zauderer haben keine Zukunft.
Die Erreichung von Zielen mit ihren Mitarbeitern erfordert von Managern eine hohe
Ausdauer und Konzentration und nicht zuletzt Beharrungsvermögen und Standhaftigkeit.
Ruhen Sie sich nicht auf Ihrem Hochschuldiplom aus, das interessiert heute keinen mehr.
„In" ist, wer etwas leistet und nicht derjenige der vor Jahrzehnten etwas geleistet hat.
„Out" ist, wer seinen Tag mit Jammern verbringt und es sich ansonsten bequem macht.
Vergessen Sie aber auch nicht: Besonders mutig sein kann nur derjenige, der „Fliegen" kann.
Die eine oder andere besonders mutige und unkonventionelle Führungskraft fand sich auch
schon plötzlich und unerwartet im „freien Fall" wieder.
Vorrangig der Sache dienen und nicht dem eigenen Ego ist ihr Credo und Leitbild.
13.  Erfolgreiche Manager fördern das Gemeinwohl
Nokia wird keine Marktanteile verlieren, weil es nach Ansicht vieler unmoralisch handelte.
Der Ruf von Nokia ist trotzdem auf eine sehr lange Sicht nach außen und innen beschädigt.
Wer als Manager langfristig bestehen will, handelt immer so, dass das Wohl der
Gesellschaft und seines Unternehmens hierbei nicht beschädigt wird.
Der Porschechef Wiedeking ist hierfür ein exzellentes Beispiel. Er handelt zielorientiert,
kämpft mit offenem Visier und trotz allem Erfolg hat er seine „Bodenhaftung" nicht verloren.

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