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|  Checkliste Manager und ihre Tischsitten  |

1.  Vorstellung
Erscheinen Sie als Einladender oder Eingeladener stets pünktlich.
Der Ranghöhere wird immer zuerst vorgestellt, der Dame wird der Herr vorgestellt.
Der Ranghöhere entscheidet, ob er Ihnen die Hand gibt.
Und denken Sie daran, nicht überall ist Händeschütteln willkommen.
In der britischen Oberschicht ist es beispielsweise absolut tabu.
Franzosen schütteln die Hand recht kurz und halten ebenso kurz Blickkontakt.
2.  Bleiben Sie souverän
Niemand kann alles wissen und beherrschen, dies gilt ebenso für die Etikette.
Ist Ihr ernsthaftes Bemühen erkennbar, sich dem Anlasse entsprechend zu verhalten,
wird Ihnen auch ein „verzeihbarer", also nicht allzu grober Stilfehler verziehen.
3.  Goldene Regeln für den zwischenmenschlichen Umgang
Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.
Alles, mit dem Sie einen anderen Menschen in seinem Wohlbefinden beeinträchtigen,
ist stillos und somit auch ein schlechtes Benehmen. Erweisen sie anderen Menschen
den Respekt, den Sie für sich selbst ebenfalls erwarten. Respektlose mag niemand.
Diskriminieren Sie die Ansichten anderer nicht, dies gilt insbesondere für den Glauben.
Geben Sie nicht den „Narziss". Selbstverliebte mag ebenfalls niemand übermäßig.
4.  Mobiltelefon
Schalten Sie Ihr Mobiltelefon ab - auch das Piepsen eingehender SMS stört.
Und denken Sie daran, dass Sie die Art des Handyklingelns ebenfalls repräsentiert.
Der „falsche Ton" führt Sie ins „Aus" - Profis benützen den Vibrationsmodus.
Wer laut in Gesellschaft mit dem Handy telefoniert beweist zumindest treffsicher,
dass er frei von jeglichem Anstand ist.
Wenn Telefonate unvermeidbar sind, dann leise, oder verlassen Sie besser den Raum.
In Russland wird allerdings erwartet, dass Ihr Mobiltelefon ständig in Betrieb ist.
Wer nicht beschäftigt wirkt - und dies geschieht auch durch Anrufe - ist unwichtig.
5.  Sitzordnung
Der Gastgeber regelt mit seinen Hinweisen die Sitzordnung.
Grundsätzlich gilt, der oder die Gäste erhalten die „besten Plätze".
Die besten Plätze sind meistens die, die die Sicht in den Raum ermöglichen.
Es kann aber auch die „schöne" Aussicht oder ein besonders bequemer
Platz sein. Was der beste Platz ist, hängt somit von den Umständen ab.
Die Eingeladenden sollten allerdings auch darauf achten,
dass eine möglichst abwechslungsreiche Sitzordnung zusammen kommt.
So sollten Frauen und Männer beispielsweise möglichst gemischt sitzen.
Der Gastgeber nimmt in der Regel als letzter seinen Platz ein.
6.  Speisekarte
Beim Studieren der Speisekarte kann der Gastgeber Empfehlungen geben.
An seinen Empfehlungen können sich die Gäste auch preislich ausrichten.
Bei der Bestellung ist der Gastgeber der letzte, ansonsten stets der erste.
Er probiert den Wein und gibt den Startschuss für den Essensbeginn.
Und ebenso gibt er das Signal für den Aufbruch.
7.  Menüfolge
Wer bei einem „schnellen" Arbeitsessen ein mehrgängiges Menü bestellt,
beweist mangelndes Fingerspitzengefühl und zwingt die anderen zu warten.
Wer andere warten lässt, wird insbesondere im Geschäftsleben als unhöflich
und somit als Risikofaktor im Verhalten gegenüber Geschäftsfreunden gesehen.
Er disqualifiziert sich selbst für Positionen mit Geschäftskontakten.
8.  Besteck
Legen Sie die Serviette auf den Schoß und stecken Sie diese keinesfalls ins Hemd.
Das Besteck wird immer von außen nach innen benutzt.
Fällt Ihnen ein Besteckteil auf den Boden, lassen Sie sich ein neues geben.
Gebrauchtes Besteck darf nicht mehr auf dem Tisch abgelegt werden.
Wenn Sie beim Essen eine Pause machen, legen Sie Ihr Besteck in die
Position „20 nach 7". Die Position „20 nach vier" signalisiert dem Kellner,
dass Sie diesen Gang beendet haben.
9.  Essen
Angebrochene Brötchen werden nicht in den Korb zurückgelegt.
Baguette wird gebrochen und nicht geschnitten.
Niemand muss seinen Teller leer essen, richten Sie sich nach Ihrem Appetit.
Am Büfett sollten Sie Ihren Teller nicht überfüllen, holen Sie besser nach.
Beginnen Sie mit dem Essen erst, wenn alle Ihr Menü bekommen haben.
Greifen Sie niemals über den Teller eines anderen um nachzufassen.
Bleiben Sie sitzen, bis alle ihr Essen beendet haben.
Sprechen Sie keinesfalls mit vollem Mund. Benützen Sie die Serviette.
Ein schlimmer Stilbruch dient häufig dem Schutz der „teuren" Seidenkrawatte.
Wer sie über die Schulter legt, oder ins Hemd steckt, beweist Stillosigkeit.
10.  Getränke
Angestoßen wird nur mit Champagner, Sekt oder Wein.
Vornehmer als anstoßen ist es, lediglich das Glas anzuheben und sich zuzunicken.
Nehmen Sie einen anderen Wein, wird das vorherige Glas nicht weiter benutzt.
Trinken Sie Alkohol nur eher sehr mäßig.
11.  Tischreden
Werden Sie um eine Tischrede gebeten, sollten Sie sich nicht zieren.
Wer redet ist wichtig, wer wichtig ist, stellt diese Wichtigkeit auch gerne heraus.
Wer als arrogant und selbstherrlich empfunden wird, handelt stillos und „unmoralisch".
Übergehen Sie Versprecher beziehungsweise Peinlichkeiten ohne Bemerkung.
Und das Allerwichtigste: Tischreden sind kurz. Die Anwesenden möchten
essen und nicht stundenlangen Reden „lauschen".
12.  Smalltalk
Wer nur über Fachthemen reden kann oder möchte, langweilt andere schnell.
Wer „stundenlang" über seine Hobbys redet, frustriert hiermit jeden Zuhörer.
Smalltalk ist „Plaudern" über die angenehmen Seiten des Lebens. Es ist „Musik",
nicht hitzige Diskussion und Auseinandersetzung. Strategen reden nur 1/3 der Zeit,
denn wer zuhört erfährt mehr und was noch wichtiger ist, er wird positiv gesehen.
Menschen die pausenlos „schwätzen" gehen anderen auf die Nerven und entlarven
sich als das, was sie ja auch sind, als unsympathische, selbstgefällige Schwätzer.
13.  Peinlichkeiten
Hat jemand den Hosenschlitz offen, sagen Sie es ihm unauffällig.
Bekleckern Sie jemanden, bieten Sie ihm die Übernahme der Reinigungskosten an.
Husten und Niesen Sie immer vom Tisch abgewandt möglichst in ein Taschentuch.
14.  Raucher und ihre Laster
Raucher lieben Raucher - Nichtraucher bevorzugen Nichtraucher.
Rauchen Sie möglichst nicht und schon gar nicht, wenn keine Aschenbecher
auf dem Tisch stehen. Raucher, die erst nach dem Dessert ihre Kippe anzünden,
beweisen hiermit, dass sie etwas Anstand besitzen.
Anständige Raucher, die gibt es tatsächlich, verlassen für ihren Rauchgenuss den Raum,
sofern in diesem auch nichtrauchende Menschen anwesend sind.
15.  Zahnstocher
Reinigen Sie Ihre Zähne niemals während oder nach dem Essen am Tisch.
Wenn Sie die Notwendigkeit hierzu sehen, sollten Sie sich auf die Toilette
begeben und dort Ihre Reinigungsarbeiten unauffällig vornehmen.
16.  Die Etikette danach
Wer eingeladen wurde, sollte sich nach dem Essen beim Gastgeber bedanken.
Empfehlenswert ist der direkte persönliche Dank nach dem Essen und zudem
bei einem entsprechend wichtigen Anlass ein zusätzlicher schriftlicher Dank.
Es hat noch niemandem geschadet, wenn er sich einmal zu häufig bedankt hat.
Wer sich nicht oder „falsch" bedankt, riskiert jedoch persönliche Nachteile.

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