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|  Wird Ihr Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfohlen?  |

1.  Werbefrei zu überragender Bekanntheit
Marktführer zu werden, eine Vision, von der Unternehmer meistens vergeblich träumen.
Die wenigen Unternehmen, die es geschafft haben, bestehen oft seit vielen Jahrzehnten.
Generationen von Mitarbeitern perfektionierten die Produkte und Unternehmensabläufe.
Aber einige gelangten auch in wenigen Jahren an die Spitze. Amazon, eBay, Google und
least not least als nichtkommerzielles Projekt, die weltweite bekannte Website Wikipedia.
Jedes dieser Unternehmen wurde, wie ebenso die Non-Profit-Organisation Wikipedia,
dadurch bekannt, dass sie für ihre Nutzer einen hohen funktionalen Wert darstellten.
Nutzer diskutierten intensiv über sie und empfahlen sie persönlich und schriftlich weiter.
Hierbei bedienten sie sich auch umfangreich aller Möglichkeiten, die ihnen das Internet bot.
2.  Der Stolz der Gründerväter
Voller Stolz erzählen doch viele Unternehmensgründer, wie sie aus kleinsten Anfängen,
zunächst ohne finanzielle Mittel für Werbung, ein bedeutendes Unternehmen aufbauten.
Ihr Erfolgsgeheimnis war ihre eigene unternehmerische Leistung und ihre Produktqualität.
Sie wurden vorwiegend durch Mundpropaganda begeisterter Nutzer im Markt bekannt.
3.  Märkte bestehen aus Menschen
Menschen vertrauen Verwandten, Freunden und Autoritäten mehr als der Werbung.
Meinungsmacher sind stets vernetzt und erreichen hierüber oft tausende Menschen.
Negative Produkt- oder Unternehmensbewertungen finden sich heutzutage in Blogs.
Unwahre Produkteigenschaften werden aufgedeckt und so vielen zugänglich gemacht.
Hochglanzbroschüren und hohle Phrasen verfehlen bei den Menschen im Informationszeitalter
ihre Wirkung. Die Verbraucher verlangen nach einem erkennbaren Mehrwert.
Arrogante Unternehmen werden abgestraft, Verbraucher akzeptieren es nicht mehr,
dass sie vom Elfenbeinturm herab abgefertigt werden. Siehe die Ex-Staatsunternehmen
wie die Bahn, Post oder Telekom, deren Ruf auf Jahrzehnte ramponiert und ruiniert ist.
4.  Sichtbarmachen von Empfehlungen - und ebenso Kritik
Im Web werden Empfehlungen vor einem großen Interessentenkreis sichtbar gemacht.
Das ist für Unternehmen eine äußerst kostengünstige Chance, sich positiv darzustellen.
Im Internet schnell verbreitete Meinungen hemmen oder fördern Unternehmen nachhaltig.
5.  Empfehlungen sind nicht auf Gespräche beschränkt
Das Gespräch mit Menschen, denen wir vertrauen, überzeugt uns doch am meisten.
Vertrauen entsteht in uns aber ebenso, wenn viele eine bestimmte Meinung vertreten.
Autoritäten vertrauen wir gleichermaßen wie denjenigen, die Begeisterung ausstrahlen,
zumindest dann, wenn offensichtlich nicht vordergründig ein finanzielles Interesse besteht.
Digitale Empfehlungen verbreiten sich zudem viel schneller als reine „Mundpropaganda“.
Und, digitale Empfehlungen können ebenso wie digitale Kritik leicht weitergegeben werden.
Was nützlich, einfach zu entdecken und weiterzugeben ist, verbreitet sich im Web schnell.
6.  Unrecht empört uns und interessiert deshalb die Medien
„Sex and Crime“, das sind Aufmacher, die viele Menschen zum Zeitungskauf animieren.
Aber auch die Sekretärin, die wegen eines einzigen Brötchens vom Büfett gefeuert wird,
während doch allgemein bekannt scheint, in welchem „Saus und Braus“ Manager leben.
Berichten Medien, kann so der Ruf eines Unternehmens nachhaltig beschädigt werden.
Das gilt sowohl für seine Produkte als auch besonders für sein „Image“ als Arbeitgeber.
Dagegen vorzugehen ist ebenso sinnlos, wie das Vorgehen gegen Blogs und Webseiten.
Negativer Kritik muss man sich stellen - oder besser erst gar keinen Anlass hierzu geben.
7.  Empfehlungen kosten (fast) nichts
Werbung ist teuer. Und sie ist oft weitgehend wirkungslos oder sogar kontraproduktiv.
„Omo macht die Wäsche ganz.“ Kleinkinder flöteten „Omo macht die Wäsche kaputt“.
Das landet im Langzeitgedächtnis und erzeugt somit lebenslang negative Assoziationen.
„Geiz ist geil“, ein Werbespruch, der bewegt und zwar zum Kauf oder zum Widerspruch.
Deshalb wurde der Spruch auch öffentlich vielfach diskutiert und erlangte so „Kultstatus“.
Eine kostenlose Werbung in einer Art und Weise, die sicher nicht jedermanns Sache ist.
Die Wertschätzung, die ein Unternehmen in den Medien und in der Öffentlichkeit erfährt,
wirkt sich auch auf Mitarbeiter aus. „Erhobenen Hauptes“ oder „tief gebeugten Hauptes“.
8.  Erfolgreiche wirken oft nur wenig „normal“
Über das Normale spricht doch keiner. Gründerunternehmer haben häufig einen Spleen.
Nicht nur die Nützlichkeit eines Produktes ist wichtig, gefragt ist ebenso die Originalität.
Ein normales „Arbeitgeberimage“ ist langweilig. Emotionen sind auch beim Image gefragt.
9.  Erfolg bedarf der Einfachheit
Yahoo war die führende Suchmaschine. Sie schien durch Andere absolut uneinholbar.
Dann kam Google. Die waren zunächst in den Suchergebnissen auch nicht besser,
aber Google war einfacher zu bedienen. Eine Maske, die nur ein Eingabefeld besass.
Alles, was kompliziert ist, akzeptieren wir nur dann, wenn wir es unbedingt müssen.
Einfaches schlägt Kompliziertes zuverlässig immer, wenn es qualitativ ebenbürtig ist.
Manche Unternehmen machen es potenziellen Kunden sehr schwer, sich über ihre
Produkte oder als potenzieller Bewerber sich „bewerbergerecht“ zu informieren.
Für Produkte, und noch viel mehr für Bewerber gilt, die Informationsbroschüren
müssen informativ, leicht auffindbar und als PDF-Dokumente auch ausdruckbar sein.
10.  Auch Wichtiges muss erst einmal transferiert werden
Unternehmen sind stolz, wenn über sie positiv in den wichtigen Medien berichtet wird.
Unternehmensnachrichten werden von Nichtbetroffenen doch leider nur wenig beachtet.
Die Halbwertzeit von Unternehmensnachrichten in den Köpfen ist zudem extrem kurz.
Natürlich sind Daimler, Bosch, Porsche und andere Unternehmen täglich in den Medien,
aber die Berichterstattung ist doch häufig eher negativ. Positives interessiert zu Wenige.
11.  Nützliches wird nur in Anspruch genommen, wenn es bekannt ist
Wikipedia ist sehr nützlich, das Online-Lexikon kann zudem kostenlos genutzt werden.
Es gibt spezialisierte Webseiten, die in ihrem Fachgebiet noch weitaus nützlicher sind.
Sie werden genutzt, wenn sie über die Google-Stichwortsuche oder Empfehlungen den
Menschen bekannt sind, für die dieses Wissen vorteilhaft oder sogar unentbehrlich ist.
12.  Nur acht Millionen Deutsche beeinflussen die gesamte Bevölkerung
In anderen Ländern ist die Relation hierzu durchaus vergleichbar. Einer vermittelt den
anderen zehn wie sie sich zu verhalten haben, wen sie wählen sollen, welche Produkte
„hipp“ sind und in welchen Unternehmen man arbeiten sollte. Sie sind Meinungsmacher.
Wem es gelingt, die Meinungsmacher zu erreichen und diese zu überzeugen, beeinflusst
somit die Menschen in überschaubaren Zielgruppen ebenso, wie auch das gesamte Volk.
Wie sehen Meinungsmacher aus? Nun, manche handeln altruistisch, andere stellen sich
gerne dar, viele suchen hierüber den Kontakt in der Gruppe, sie benötigen Nestwärme.
13.  Empfehlungen können mittels „Belohnungen“ initiiert werden
In der Werbung benötigt man Meinungsbildner, die als Multiplikatoren tätig werden.
Das Problem hierbei ist nur, die kommunizieren nicht immer das, was erwartet wird.
Die verbreiteten Überzeugungen können trotz „Belohnung“ auch negativ ausfallen.
Im Web steht Negatives in den Blogs und auf vielen Webseiten auf „Zeit und Ewigkeit“.
Hier hilft es nur, Fehler souverän einzugestehen und höchst angemessen zu reagieren.
14.  Wie entstehen News für die Medien
Jeder möchte gerne „positiv“ in die Nachrichten kommen. Das Problem ist nur, wie?
Medien interessiert vorwiegend Aktuelles. Das sollte möglichst mit anderen Themenfeldern
verknüpfbar sein. Ideal ist es, wenn dieser Themenkreis sowieso gerade ansteht.
Inhalte sollten vorwiegend leicht zu vermitteln sein, zu Schwieriges stößt Leser eher ab.
Vermitteln lässt sich leichter was visualisiert darstellbar ist. Die meisten Leser hat „Bild“.
Ideal natürlich, wenn Prominente tangiert sind. Britney Spears lockt massenhaft Leser.
Natürlich spielt es auch eine Rolle, wie groß die betroffenen Gesellschaftsanteile sind.
Und, wie groß der Nutzen, oder oft noch besser der Schaden, für die Betroffenen ist.
Können sich Leser identifizieren, indem emotional geprägte Darstellungen möglich sind?
Wirken Inhalte entspannend, vergnüglich oder befriedigen sie die blanke Sensationsgier?
Sind menschliche Ängste tangiert? Am besten verkauft sich natürlich „Sex and Crime“.
15.  Die Sprache der Zielgruppe gilt es zu sprechen
Wer Dialekt spricht, kommt bei Menschen besser an, die sich nur im Dialekt artikulieren.
Wer selbst gebildete Meinungsbildner in anspruchsvollen Zielgruppen überzeugen möchte,
stößt diese mit Dialekt eher ab. Die verlangen mehr als nur „Älles außer Hochdeutsch“.
Am besten ist es immer, wenn man diejenigen Zielgruppen, die man überzeugen möchte,
mitreden lassen kann. Wer mitdiskutieren darf ist viel eher im „Boot“ als ein Passiver.
Wer mit einbezogen wurde, ist auch eher bereit, die Themen „standhaft“ zu vertreten.
16.  Ihre Botschaften müssen sich in den Köpfen verankern
Es reicht nicht, dass Ihre Botschaft die anvisierte Zielgruppe auch tatsächlich erreicht,
Ihre Botschaft muss sich in den Köpfen verankern. Das erfordert, dass sie beachtet
und als so interessant angesehen wird, dass sie im Langzeitgedächtnis „archiviert“ wird.

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